KARIN WEIGELT – NACH KARRIERE ALS SPITZENSPORTLERIN NEUE ZIELE IM VISIER

(JG) Nach einer beeindruckenden Karriere als Spitzensportlerin baut Karin Weigelt nun ihre eigene Marketing-Firma auf. Aus einer Unternehmer- und Politikerfamilie stammend, hat sie sich aber auch politisch hohe Ziele gesteckt. Die Schweizer Handball-Rekordnationalspielerin mit Auslanderfahrung kandidiert als Vertreterin des Kantons St.Gallen auf der Hauptliste der FDP für den Nationalrat. In einem ersten Gespräch wollte regioSPORT.ch mehr über ihre sportliche Seite wissen, in einem zweiten werden wir nächste Woche mit Karin Weigelt über ihre Ziele in Bern sprechen.

regioSPORT.ch: Wo haben Sie Ihre Sportkarriere begonnen? Wie sind sie auf den Handballsport gekommen?

Karin Weigelt: Meine Sportkarriere hat beim LC Brühl St. Gallen begonnen. Jedoch nicht beim Handball, sondern beim LC Brühl Leichtathletik, wo ich meine ersten sportlichen Erfolge in den Disziplinen Speer und Stabhochsprung erringen konnte. Später wechselte ich zum LC Brühl Handball. Als athletisch gut austrainierte Linkshänderin erhielt ich früh die Chance in der Nationalliga A mitzuspielen und gewann mit meinem Team zwei Schweizer Meistertitel und drei Schweizer Cup Siege.

Was war die Motivation für den Weg ins Ausland?

K. W.: Nach fünf Jahren in der Nati-A und erfolgreich abgeschlossenem Studium im Bereich Marketing und Kommunikation kam das Angebot vom Bundesligisten Bayer Leverkusen zu einem idealen Zeitpunkt. Ich war neugierig auf die Bundesliga, motiviert, mich sportlich und auch persönlich weiterzuentwickeln. Zudem hatte ich den notwendigen Rückhalt aus meiner Familie und meinem Umfeld, das mich ermutigte, diesen Schritt zu wagen.

Welches waren die grössten sportlichen Erfolge im Laufe Ihrer Karriere?

K. W.: Neben den Schweizer Meistertiteln 2003 und 2007 und den Schweizer Cup-Siegen 2003, 2004 und 2006 waren dies der Vize-Meistertitel in Deutschland 2009 und die Teilnahme am Deutschen Pokal „Final Four“ 2013. Stolz bin ich auch auf die persönlichen Auszeichnungen wie der Award „Beste Schweizer Spielerin“ 2014, der Award „Beste Schweizer Spielerin“ 2016 und Schweizer Rekordnationalspielerin 2018.

Gibt es noch andere Sportarten, die Sie verfolgen?

K. W.: Ich bin sehr interessiert am Sport ganz allgemein. Das geht auch über die Region St. Gallen hinaus. Beruflich habe ich viel mit den Eishockeyanern des EV Zug zu tun. Natürlich fiebere ich mit Roger Federer mit, aber auch Beach Volleyball und Unihockey sehe ich gerne. Eigentlich kann ich mich für jeden Sport begeistern. Als Expertin beim Sportsender MySports von UPC darf ich regelmässig die spannendsten Handball Nationalliga A Spiele der Schweizer Männer Liga sowie der Champions League begleiten.

Sind Sie persönlich auch noch sportlich aktiv oder sind Sie durch Ihre Engagements als Unternehmerin und Politikerin vollständig absorbiert?

K. W.: Leider bleibt momentan viel zu wenig Zeit, um mich zu bewegen. Ich versuche jedoch, so viel wie möglich an die frische Luft zu kommen, zu joggen oder mit dem Bike unterwegs zu sein. Auch im Kraftraum trifft man mich regelmässig an. Wer sein Leben lang Sport gemacht hat, kann nicht einfach darauf verzichten.

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