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11.10.2019 Sarganserländer

Was für den Tourismus in der Region wichtig ist

Die Podiumsreihe «Prominente Gäste – persönlich erleben» hat im Kursaal des Grand Resort Bad Ragaz gastiert. In diesem Rahmen wurde darüber diskutiert, welche Rolle Sport und Gesundheit im Tourismus spielen.

Bad Ragaz.– Pascal Jenny, zwölf Jahre Tourismusdirektor in Arosa, Karin Weigelt, Unternehmerin und Profi-Handballerin aus Sargans, sowie Andreas Deuber, Leiter des Instituts für Tourismus und Freizeit (ITF) an der Fachhochschule Graubünden, nahmen im Rahmen der Podiumsreihe «Prominente Gäste – persönlich erleben» die Frage auf, welche Rolle Sport und Ge- sundheit in der Vergangenheit für den Tourismus gespielt haben und welche Bedeutung diesen heute und morgen zukommt. Das Podium wurde von Edith Kohler-Kobler, Trainerin und Moderatorin, kompetent geführt. Sie eröffnete das Gespräch mit der Würdigung von Bad Ragaz als einen der Geburtsorte für den Gesundheitstourismus.

Unterschiedliche Standpunkte und Bewertungen

Pascal Jenny ist ein erfahrener Touristiker, der nach eigenen Angaben auch einmal Regeln bricht, innovative Ideen entwickelt und entsprechend umsetzt. In Arosa funktioniere das Konzept mit Gesundheit und Tourismus sehr gut. Der Overtourismus im Unterland bringe wieder mehr Gäste nach Arosa, diese wollen die frische Luft, die Ruhe, die Natur, das Wandern, Trail Running, Biken, Wellness und eine gute Gastronomie erleben. Die Einheimischen hätten gelernt, wieder Gastgeber zu sein.

Willkommenskultur wichtig

Karin Weigelt weilte elf Jahre im Ausland, dadurch habe sie einen Blick von aussen auf die Tourismusdestination Schweiz. Es werde sehr viel auf Heidi, das Postkartenimage, die Natur und auf Käse reduziert. Dabei habe die Schweiz viel mehr zu bieten. Die hohe Qualität, die politische Stabilität und die grosse Sicherheit seien wichtige Entscheidungsfaktoren, ob jemand in die Schweiz komme. Man dürfe den Tourismus aber nicht isoliert betrachten. Für Weigelt ist eine herzliche Will- kommenskultur besonders wichtig, denn so fühlen sich die Gäste wohl.

An Traditionen anknüpfen

Für Andreas Deuber ist es klar, im Tourismus muss wieder vermehrt an den Schweizer Traditionen angeknüpft werden, darauf sei weiter aufzubauen. Gerade in den Berggebieten sei der Tourismus ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Er schaffe Arbeitsplätze, bringe Wertschöpfung und verhindere die Abwanderung. Deuber bestätigt die Wichtigkeit der Gastgeberrolle, die Freundlichkeit der Einheimischen, diese sei zentral für den touristischen Erfolg. Marketing nach innen sei genauso wichtig, die Einheimischen wollen bei der touristischen Entwicklung einbezogen sein und Konzepte verstehen, so seien sie in der Lage, für diese einzustehen. (pd)

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