Allgemein

Sport als Lebensschule ist wichtiger denn je

St.Galler Tagblatt vom 17.8.2019

Fairness, Respekt, Durchhaltewille und Solidarität.

Alles Begriffe, mit denen sich unsere Gesellschaft gerne identifiziert. Gerade in der Wirtschaft werden ein solides Selbstvertrauen und gesundes Konkurrenzdenken als Basis für erfolgreiche Karrieren gesehen. Doch wie entstehen diese Attribute und wie können sie aktiv gefördert werden? Eine Schlüsselrolle spielen dabei die rund 20 000 Sportvereine in der Schweiz, die Jugendlichen den Weg in den Sport ebnen, Wettkämpfe organisieren und Erfolgserlebnisse ermöglichen.

16.08.2019 Leader digital

Kopp spricht in St.Gallen

Altbundesrätin Elisabeth Kopp ist der prominente Gast der nächsten Veranstaltung der öffentlichen Podiums-Reihe «Prominente Gäste – persönlich erleben». Am Donnerstag, 22. August, gastiert die Veranstaltungsreihe in der Oberwaid St.Gallen. Wie immer ist der Anlass öffentlich und kostenlos. Das Podium wird ergänzt mit SP-Nationalrätin Barbara Gysi und Karin Weigelt, FDP-Nationalratskandidatin. Die Diskussion unter der Leitung von Fabienne Bünzli wird auch live auf Facebook übertragen.

Obwohl Elisabeth Kopp bereits 1984 als erste Bundesrätin der Schweiz vereidigt wurde, ist es bis heute immer noch keine Selbstverständlichkeit, dass Frauen in der Politik aktiv sind und Führungsfunktionen wahrnehmen. Welches sind die Gründe für diese schleppende Entwicklung, liegen die Ursachen bei den Frauen selbst oder hat die Frauenförderung in der Politik versagt? Diese und ähnliche Fragestellungen stehen im Mittelpunkt des Podiums unter dem Titel «Frauen in der Politik – warum keine Selbstverständlichkeit?» vom kommenden Donnerstag, 22. August, in der Oberwaid, St.Gallen.

Mit Altbundesrätin Elisabeth Kopp, Nationalrätin Barbara Gysi und Nationalratskandidatin Karin Weigelt, die über 10 Jahre im Ausland als Profi-Handballerin tägig war, präsentiert das Podium einen breiten Bogen. Denn nebst unterschiedlichen politischen Erfahrungen und Erwartungen bildet die Zusammensetzung auch drei Frauen-Generationen ab, die den gesellschaftlichen Wandel ganz unterschiedlich erfahren haben. Damit bietet das Podium eine spannende Ausgangslage für eine interessante Diskussion. Die Veranstaltung ist kostenfrei und jedermann ist herzlich eingeladen. Die rund einstündige Diskussion wird ab 19.00 Uhr auch live auf Facebook (@dieostschweiz) übertragen. Damit soll möglichst vielen Interessierten Gelegenheit geboten werden, Altbundesrätin Elisabeth Kopp, Nationalrätin Barbara Gysi und Nationalratskandidatin Karin Weigelt näher kennenzulernen. Die Veranstalter wollen mit ihrer Podiums-Reihe eine überparteiliche Plattform präsentieren und gleichzeitig Gelegenheit bieten, prominente Persönlichkeiten direkt kennenzulernen.

Öffentlicher Anlass, freier Eintritt
Donnerstag, 22. August 2019, 19.00 Uhr
Hotel / Klinik Oberwaid, St.Gallen

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Stream Podium „Politische Quereinsteiger – Chancen und Herausforderungen“

„Politische Quereinsteiger: Chancen und Herausforderungen“

Die öffentliche Podiums-Reihe «Prominente Gäste – persönlich erleben» gastiert am Montag, 12. August, in den Räumlichkeiten der Baumschule Lubera an der Lagerstrasse in Buchs. Thema des Abends sind politische Quereinsteiger wie Trump & Co.

Gäste sind: Tarzisius Caviezel, Landammann Davos und a.Nationalrat; Beat Hirs, Gemeindepräsident Rorschacherberg und Karin Weigelt Unternehmerin Sargans und Nationalratskandidatin FDP SG

Moderation: Marcel Baumgartner

08.08.2019 Leader digital

Überparteiliche Diskussionen ermöglichen

Der Wahlkampf 2019 geht in seine heisse Phase. Was auffällt: Überparteiliche Veranstaltungen finden praktisch keine statt. Die Listen- und Kandidatenflut führt dazu, dass die Parteien nur noch ihre eigenen Kandidaten vorstellen. Die Online-Sendung «Die politische Woche – der Talk» will daher eine Plattform schaffen, auf der wöchentlich aktuelle Themen überparteilich diskutiert werden. Gestartet wird am Sonntag, 11. August, um 20.30 Uhr auf Facebook.

Das neue Politformat wird wöchentlich als Stream auf Facebook ausgestrahlt und anschliessend auf Youtube zur Verfügung gestellt. Das Konzept sieht vor, dass die beiden Gastgeber Karin Weigelt (FDP) und Michael Götte (SVP) zu jeder Sendung einen Gast aus einer anderen Partei einladen. Jeder der drei Gesprächspartner bringt sein «Thema der Woche» ein, das dann gemeinsam diskutiert wird. Abschliessend wird eine aktuelle Publikumsfrage beleuchtet, die von den Zuschauern online gestellt werden kann. Die Sendung wird jeweils am Sonntagabend produziert und um 20.30 Uhr live über Facebook auf @diepolitischewoche ausgestrahlt.

Von Judith Scherzinger Gehrer/CVP zu Franziska Ryser/Grüne

Die erste Sendung wird am Sonntag, 11. August, um 20.30 Uhr ausgestrahlt. Gast ist die CVP-Nationalratskandidatin Judith Scherzinger Gehrer aus Gossau. Die drei «Themen der Woche» werden aktuell von den Teilnehmern eingebracht und auch die Publikumsfrage, die über info@politischewoche.ch gestellt werden kann, fliesst aktuell in die Sendung ein. Die jeweiligen Gäste werden im Wochenrhythmus angefragt, damit auf aktuelle Themen reagiert werden kann. Am Sonntag, 18. August, wird Franziska Ryser von den Grünen Gast in der Talk-Runde sein.

Mit regelmässigen, überparteilichen Diskussionen zu aktuellen politischen Fragen wollen die Gastgeber sicherstellen, dass im anstehenden Wahlkampf auch politisch debattiert wird und sich Wähler bei ihrer Entscheidungsfindung nicht nur auf Kandidatenporträts, Inserate und Plakate abstützen müssen.

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01.08.2019 hallowil.ch

Karin Weigelt zu Gast in Flawil: Das wäre ihre neue Nationalhymne

Bei prächtigem Sommerwetter feierte gefühlt fast «halb Flawil» am 1. August den Nationalfeiertag oben in der «Egg», wohin der Verkehrsverein Flawil und der Gemischte Chor Egg eingeladen hatten. FDP-Nationalratskandidatin Karin Weigelt erläuterte in ihrer Festrede, welche Aspekte in einer neuen Nationalhymne thematisiert werden sollten.

Christof Lampart

Geschätzte 400 Personen werden es garantiert gewesen sein, welche am Donnerstagvormittag in die offenstehende Halle der Firma Fitze Holzbau pilgerten. Als die FDP-Nationalratskandidatin ans Rednerpult trat, war die grosse Halle bis auf den allerletzten Sitzplatz gefüllt, so dass die Harmoniemusik Flawil, welche an diesem Tag unter der musikalischen Leitung von Christoph Diem stand, sogar im Freien Aufstellung bezog. Der Andrang verwunderte nicht weiter, denn vor der Rede Weigelts gab es bereits einen Brunch, so dass der Nationalfeiertag in Flawil ein Feiertag für die ganze Familie war. Die Kinder vergnügten sich auf der bereitgestellten Hüpfburg, die Erwachsenen verbrachten plaudernd und scherzend ein paar gesellige Stunden.

Übers Ausland zu liefern, war billiger

Die ehemalige Profisportlerin Karin Weigelt (Handball) freute sich darauf, die Rede halten zu dürfen, denn sie habe die letzten elf Jahre im Ausland verbracht und konnte deshalb nie den Nationalfeiertag in der Heimat feiern. «Ich war irgendwo in Europa in einer Trainingshalle oder an einem Vorbereitungsturnier». In ihrer Rede verwies Weigelt auf den gesellschaftlichen Fortschritt hin, der die Gründung des Nationalstaates 1848 den Schweizern brachte. Nicht nur die religiösen Streitigkeiten und die rechtliche Gleichstellung aller sei durch die Schaffung der Bundesverfassung auf einmal gegeben gewesen, sondern auch im Alltag sei für die Bevölkerung alles auf einmal viel einfacher geworden. Dass die Zölle in der neuen «Freihandelszone Schweiz» damals abgeschafft worden seien, sei ein wesentlicher Punkt für die Schaffung des heutigen Wohlstandes gewesen, welcher wohl kaum Einzug gehalten habe, hätte man das «Modell» vor 1848 länger beibehalten. Damals, so Weigelt, hätte die Schweiz 87 verschiedene Masseinheiten für Getreide gekannt, 81 Masse für Flüssigkeiten und 50 verschiedene Gewichtsmasse. «Wer etwas von St. Gallen auf Genf transportieren wollte, musste nicht nur viel Zoll zahlen, sondern auch sechs verschiedene Postzonen durchlaufen. Da kam es einem billiger, wenn er St. Galler Stickereien über das Ausland nach St. Gallen transportierte», kramte Weigelt im Fundus der nationalen Geschichte. 

Mehr Toleranz durch eine neue Nationalhymne?

Aber auch in der jüngeren Vergangenheit habe die Schweiz noch Mut zur Wandlung bewiesen – indem sie 1960 den «Schweizer Psalm» zur neuen Nationalhymne erkor. Zuvor habe Helvetien – gleich wie viele andere Länder auf der Welt – einfach die Nationalhymne von Grossbritannien «God Save The Queen» bei offiziellen Anlässen gespielt. Vielleicht sei es heute wieder an der Zeit, eine neue Nationalhymne zu singen? Denn der Schweizer Psalm sei per Bedeutung des Wortes ein «poetisch-religiöser Text», wohingegen die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft Worte wie Freiheit, Unabhängigkeit, Friede, Offenheit und Solidarität mit den Schwachen thematisiere.

Weigelt räumte jedoch ein, dass eine Nationalhymne etwas Vertrautes sein sollte, mit denen sich die Bürger eines Landes identifizieren können sollten. Nur politisch korrekt zu sein, könne und müsse nicht der Anspruch einer Landeshymne sein, «sonst wind wir bald bei einem «Eurovision de la Chanson», wo jedes Jahr aufs Neue die Trends festgelegt werden». Wichtig sei jedoch, dass in diesem Texts Werte wie Respekt und Toleranz eingefordert und von der Bevölkerung dann auch im Alltag bewusster gelebt würden. Sie wünsche sich, so Weigelt, «Den Mut zu haben, auch mal aus der Komfortzone auszubrechen und einen Schritt aufs Gegenüber zuzugehen. Vor allem bei den Diskussionen zwischen den Generationen und den Kulturen sei dies vonnöten, dass «man sich weniger aufregt und jammert, sondern sich viel mehr selbst engagiert und einbringt», so Weigelt. 

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Sportliche Gedanken zum 1. August

Fairness, Respekt, Durchhaltewille und Solidarität. Alles Begriffe, mit denen sich unsere Gesellschaft gerne identifiziert. Gerade in der Wirtschaft werden ein solides Selbstvertrauen und gesundes Konkurrenzdenken als Basis für erfolgreiche Karrieren gesehen. Doch wie entstehen diese Attribute und wie können sie aktiv gefördert werden?

29.07.2019 Blick

Der Wahlkampf 2019 ist Familiensache

Die Eltern stapften vor, die Kinder führen weiter: Politik wird in der Schweiz zur Familiensache. Im Wahljahr 2019 streben gleich mehrere grosse Namen nach einem Amt auf Bundesebene.

Cinzia Venafro

Erbmonarchie? Nein, das kennt die Schweiz nicht. Auch das Vererben politischer Ämter gibt es bei uns eigentlich nicht. Kein Spross eines Bundesrats der jüngsten Geschichte folgte den politischen Fussstapfen der Eltern. Ausser einer Tochter.

Der Widmer-Schlumpf-Clan aus Felsberg GR ist sozusagen die Mutter aller Bundesratsfamilien: Tochter Eveline (63, BDP) regierte die Schweiz von 2008 bis 2015, Vater Leon (1925–2012) von 1980 bis 1987. Und die Kinder der ehemaligen Magistratin verdienen sich ihre Politsporen auf Kantonalebene ab. Sohn Ursin Widmer (30) ist schon seit letzter Legislatur Kantonsrat für die BDP, Tochter Carmen Widmer Blum (35) kandidierte für die CVP für die Luzerner Legislative.

Jetzt, wenige Monate vor Ende der Legislatur und den eidgenössischen Wahlen, zeichnet sich ein neuer Trend in der Schweizer Polit-Landschaft ab: Im Wahlherbst 2019 wollen bekannte Namen ins Bundeshaus einziehen.

In der Innerschweiz strebt ein Mann nach einem Amt im nationalen Parlament, dessen Nachname die liberale Schweizer Politik über Jahrzehnte prägte: Matthias Steinegger (43), Sohn von FDP-Urgestein Franz Steinegger (76) und Nationalrat von 1980 bis 2003, will den einzigen Urner Sitz im Nationalrat ergattern. Auf Kantonsebene politisiert der Polit-Spross bereits: Matthias Steinegger ist seit 2012 Urner Landrat und war führender Kopf, als es darum ging, die Urner von der Notwendigkeit einer zweiten Gotthard-Röhre zu überzeugen.

Den Vergleich mit dem Vater scheut der ehemalige Präsident der FDP Uri nicht: Schliesslich seien mit Franz Steinegger ausschliesslich positive Emotionen verbunden, sagt Steinegger junior, Betriebsleiter eines Sand- und Kieswerks in Flüelen UR. Der Familienbonus könnte ihm tatsächlich die entscheidende Wählergunst schenken. Steinegger greift einen bisherigen SVP-Sitz an.

Spitzensportlerin und Politikertochter Karin Weigelt will nach Bern

Im Freisinn tut sich auch in der Ostschweiz eine neue Polit-Familie auf: So will Karin Weigelt (35), Tochter von alt Nationalrat und Gründer der Wirtschafts- und Kommunikationsagentur Mediapolis Peter Weigelt (63), für die FDP in die grosse Parlamentskammer. Die ehemalige Handball-Nationalspielerin (127 Spiele) will «vom internationalen Spitzensport in die nationale Politik», wie sie sagt. Und dies mit väterlicher Unterstützung.

«Mein Papa ist ein alter Politfuchs, der mir viele wertvolle Tipps geben kann. Das hilft mir sehr.» Ihr Vater war es auch, der sie politisiert hat. «Zu Hause am Esstisch wurde viel diskutiert», erinnert sich die St. Gallerin.

Kennedys aus Baden politisieren schon in der dritten Generation

Im Aargau arbeitet die Familie Binder-Keller am Fortbestehen der eigenen Polit-Dynastie. Die «Kennedys aus Baden», wie die «Aargauer Zeitung» die Familie von Ständeratskandidatin Marianne Binder-Keller (61) nannte, ist die CVP-Familie der Region schlechthin.

Und jetzt will die heutige Grossrätin Marianne Binder-Keller ins Stöckli. Ihr Sohn Simon Binder (32) politisiert bereits auf Gemeindeebene und ist Präsident der örtlichen CVP. Er macht seine Grossväter stolz: Es sind der alt National- und Ständerat Julius Binder (94) auf der einen Stammbaum-Seite und der ehemalige Nationalrat Anton Keller (85) auf der anderen. Papi von Simon Binder und Gatte von Marianne Binder-Keller ist zudem der ehemalige Aargauer Grossrat und heutige Honorarprofessor Andreas Binder. Selbstredend tragen alle Polit-Binder-Kellers die Buchstaben CVP stolz vor der Brust.

Die Mutter von Marianne Binder ist zudem alles andere als unbekannt: Schriftstellerin und Journalistin Rosemarie Keller (82, «Die Wallfahrt») wurde in jungen Jahren politisiert, weil ihre Eltern während des Zweiten Weltkriegs jüdische Flüchtlinge vor den Behörden versteckten.

Giezi junior ist nicht ganz der Bappe

Ebenfalls im Rüeblikanton will Ulrich Giezendanner (65) das Zepter auch auf nationaler Ebene an seinen Sohn Benjamin (37) abtreten. Der liberale Rechtspolitiker wurde bereits als 18-jähriger KV-Stift in den Grossen Rat gewählt. «Ich gebe unumwunden zu: Damals hat mir der Name Giezendanner sehr geholfen. Ich glaube nicht, dass ich ohne ihn so schnell gewählt worden wäre», sagte Giezi junior 2018 zu BLICK. Die Aargauer SVP hat den ehemaligen Grossratspräsidenten auf Platz 11 der Wahlliste gesetzt – SVP-Provokateur Andreas Glarner (56) schaffte 2015 von Platz 10 aus den Sprung nach Bern.

Und auch ennet des Röstigrabens ist Politik Familiensache: CVP-Mann Vincent Maitre (38) in Genf führt das Erbe seines Vaters weiter, des 2006 an Krebs verstorbenen ehemaligen Nationalratspräsidenten und Staatsrats Jean-Philippe Maitre († 56). Vincent Maitre ist Präsident der Genfer CVP. Doch obwohl seine Grossmutter und sein Grossvater ihr Leben der Politik verschrieben, setzt Vincent Maitre nach einer Depressions- und Burn-out-Erkrankung heute klare Grenzen.

«Mein Vater opferte sich, für ihn zählte nur harte Arbeit. Er hatte ein benediktinisches Leben, sechzehn Stunden am Tag, sechs Tage die Woche. Ich hingegen will meine Leidenschaften auch ausserhalb der Arbeit leben», sagte der Anwalt gegenüber «Le Temps».

Unter der Bundeshauskuppel arbeitet zudem ein Clan eifrig am Fortbestand des familiären Machtgefüges: Die Tochter von alt Bundesrat und SVP-Vordenker Christoph Blocher (78), Magdalena Martullo-Blocher (49), wurde vor vier Jahren knapp für Graubünden in die grosse Parlamentskammer gewählt. Seither ist die Chefin der Ems-Chemie das Gegenteil einer Hinterbänklerin in Bern.

Martullo sitzt in der einflussreichen Wirtschaftskommission des Nationalrats, gibt an der Seite von Fraktionschef Thomas Aeschi (40) den Takt der SVPler in Bern an – und gilt, sofern sie die Wiederwahl im Herbst schafft, als aussichtsreichste Nachfolgerin von SVP-Finanzminister Ueli Maurer (68). Die SVP selbst führt sie seit 2018 als Vizepräsidentin an – Maurer war einst Parteipräsident.

Da passt das vom Vater inspirierte Gebot, sie wolle nicht, aber wenn sie dann müsse – und das Volk sie rufe –, würde sie dann doch gegen ihren Willen Bundesrätin Magdalena Martullo-Blocher werden.

Wasserfallen junior wird klimatechnisch ausgebremst

Bereits seit Jahren in Bern auf den Spuren seines Vaters Kurt (1947–2006) ist Christian Wasserfallen (38). Stabsübergabe bei dieser Berner FDP-Familie war 2007. Damals schaffte es der 26-jährige Sohn des einstigen Berner Regierungsmitglieds in den Nationalrat. Doch die Ambitionen von Wasserfallen junior wurden heuer empfindlich ausgebremst: Wegen seines klimakritischen Kurses ist er bei der Parteibasis aufgelaufen und trat Ende Juni von seinem Amt als Vizepräsident der FDP zurück.

Auf dem höchsten Stuhl im Nationalrat sitzt aktuell ebenfalls eine Politiker-Tochter: SP-Frau Marina Carobbio (53) spazierte schon als Mädchen durch die Wandelhalle. Carobbios Vater, der ultralinke Werner Carobbio (82, einst Partito socialista autonomo, PSA, später SP), sass von 1975 bis 1999 für das Tessin im Nationalrat. «Wir haben am Küchentisch politisiert und über Politik gestritten. Das war Alltag», so die Kinderärztin.

In Zürich regiert zudem eine berühmte Tochter. Stadtpräsidentin Corine Mauch (56) führt das feministische Erbe ihrer Mutter weiter: Alt SP-Nationalrätin Ursula Mauch (84) war die erste weibliche Fraktionschefin unter der Bundeshauskuppel.

Hier geht’s zum Originalbericht auf Blick online.

Bedeutung von Sportvereinen in unserer Gesellschaft

LEADER digital vom 17.7.2019

„Tragende Stütze im gesellschaftlichen Wandel“

In den kommenden Monaten werden Politiker vieles versprechen und fordern; ob Sicherheits-, Finanz-, Aussen-, Sozial- oder sonst welche Politik, alles wird kommentiert und beleuchtet. Wer aber nach klaren Aussagen zur gesellschaftlichen Bedeutung des Sports sucht, dürfte auch im anstehenden Wahlkampf kaum fündig werden. Eigentlich erstaunlich, wenn man weiss, dass weit über die Hälfte der Bevölkerung aktiv Sport betreibt und sich Zehntausende als Funktionäre in den Dienst des Sports stellen, findet unsere Gastautorin Karin Weigelt, Unternehmerin und ehemalige Profi-Handballerin aus Sargans.

15.07.2019 SRF

Bei der FDP sind Frauen in der Poleposition

Nationalratswahlen SG

Montag, 15.07.2019, 16:51 Uhr

Zwei Sitze hat die St. Galler FDP im Nationalrat. Nachdem Walter Müller nicht mehr antreten wird, sind vor allem zwei Frauen im Gespräch: die Abtwiler Kantonsrätin und Anwältin Susanne Vincenz-Stauffacher und die Ex-Profihandballerin Karin Weigelt, Tochter des Ex-Nationalrats Peter Weigelt.

Ringen um Bekanntheit

So unterschiedlich die beiden Kandidatinnen sein mögen, so offensichtlich sind die Parallelen. Beide sind in der Politik Quereinsteigerinnen. Susanne Vincenz hat während ihres Ständerat-Wahlkampfs für die Nachfolge von Karin Keller-Sutter deutlich an Profil und Bekanntheit gewonnen – etwas, das Karin Weigelt noch leisten muss. Ihre fehlende politische Erfahrung relativiert die 35-jährige Ex-Sportlerin: Als junge Unternehmerin bringe sie sehr wohl wichtige Inputs mit.

Man muss nicht in jedem Fall die politische Ochsentour hinter sich bringen, um ein guter Nationalrat zu sein.
Autor: Christoph Graf, Geschäfstführer FDP SG

Auch FDP-Geschäftsführer Christoph Graf weiss, dass Weigelt einen bescheidenen politischen Rucksack mitbringt. Dies sei aber nicht weiter tragisch. «Es ist sehr gut möglich, dass sich auch ein unternehmerisch denkender Mensch in Bern durchsetzen kann. Das hat zum Beispiel Marcel Dobler gezeigt», so Graf.

Radio-Beiträge können hier nachgehört werden:
https://www.karin-weigelt.ch/medien-radio/

Hier geht’s zum Originalbericht auf SRF online: Bei der FDP sind Frauen in der Poleposition

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