Presse

15.09.2019 Handball Wohlen

Aufbruchstimmung im Schweizer Frauen-Handball

Ziemlich genau in einem Jahr startet die Handball-Akademie der Frauen in Cham und damit beginnt eine neue Ära im Schweizer Frauen-Handball. Ein Meilenstein! Es ist das erste nationale Leistungszentrum des Schweizerischen Handballverbands für junge, talentierte und ambitionierte Athletinnen. Insgesamt gibt es 16 Plätze zu vergeben. Bei einer normalen Ausbildungsdauer von vier Jahren bedeutet dies, dass wir vier Spielerinnen pro Jahrgang in die Akademie aufnehmen. Da ist es natürlich klar, dass wir uns ganz genau überlegen, wer sich für einen solchen Platz eignet und wer den Biss mitbringt, diese vier Jahre mit vollem Einsatz und grossem Willen durchzuziehen.

Der Zeitpunkt ist ideal

Der Frauen-Handball hat sich in den letzten Jahren extrem entwickelt. Das Spiel ist athletischer geworden und internationalen haben sich die Ligen professionalisiert. Auch in der Schweiz greifen die Strukturen der Leistungssportförderung und wir erkennen, dass viele Spielerinnen bereits in jungen Jahren gut trainieren. Dies zeigt sich in den jüngsten Resultaten unserer Juniorinnen-Nationalmannschaften. Die U18 hat sich erfolgreich bei den EYOF (European Youth Olympic Festival) geschlagen und einen historischen 4. Platz erkämpft, während sich die U20 bei den erstmalig durchgeführten Championships sogar den Titel in ihrer Kategorie sicherte. Wir sind also auf einem guten Weg. Es gilt nun die zahlreichen Talente sukzessive an den Spitzenhandball heranzuführen und weiterzuentwickeln. Die Handball-Akademie wird dabei zum Flaggschiff der schweizerischen Nachwuchsförderung. Die Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum OYM (www.oym.ch) ermöglicht uns athletisch und trainingstechnisch auf Weltklasseniveau zu trainieren. Die Verpflichtung des dänischen Erfolgstrainer und aktuellen Frauen-Nationalmannschaftstrainer, Martin Albertsen, garantiert zudem eine stringente und stimmige Handball-Philosophie, von den jüngsten Auswahlteams über die Akademie bis zur A-Nationalmannschaft.

Breite Unterstützung als zentraler Erfolgsfaktor

Unser Konzept baut darauf auf, dass die Athletinnen unter der Woche in der Akademie trainieren, am Wochenende jedoch zuhause für den eigenen Verein spielen. Dadurch sind eine enge Zusammenarbeit und ein regelmässiger Austausch zwischen der Handball-Akademie und den Vereinen zwingend. 

Aber nicht nur von der sportlichen Seite her braucht unser Konzept eine breite Basis, sondern auch bezüglich Supporter- und Sponsoren. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Teil der Erfolgsgeschichte zu werden. Ganz nach dem Motto «individuell stark – gemeinsam erfolgreich». So kann man beispielsweise bereits mit einem Gönnerbeitrag von 250.- CHF zur Akademie-Community gehören und die Entwicklung der Athletinnen authentisch und hautnah mitverfolgen. 

Weitere Informationen zur Handball-Akademie sind auf www.handball.ch/akademie zu finden. Ich freue mich sehr, wenn wir auch den einen oder anderen Supporter aus Olten für uns gewinnen können. 

Bleibt am Ball und werdet Teil der Erfolgsgeschichte!

PS: wir sind auch auf Instragram @handball.akademie

 

11.09.2019 regioSPORT

KARIN WEIGELT – NACH KARRIERE ALS SPITZENSPORTLERIN NEUE ZIELE IM VISIER

(JG) Nach einer beeindruckenden Karriere als Spitzensportlerin baut Karin Weigelt nun ihre eigene Marketing-Firma auf. Aus einer Unternehmer- und Politikerfamilie stammend, hat sie sich aber auch politisch hohe Ziele gesteckt. Die Schweizer Handball-Rekordnationalspielerin mit Auslanderfahrung kandidiert als Vertreterin des Kantons St.Gallen auf der Hauptliste der FDP für den Nationalrat. In einem ersten Gespräch wollte regioSPORT.ch mehr über ihre sportliche Seite wissen, in einem zweiten werden wir nächste Woche mit Karin Weigelt über ihre Ziele in Bern sprechen.

regioSPORT.ch: Wo haben Sie Ihre Sportkarriere begonnen? Wie sind sie auf den Handballsport gekommen?

Karin Weigelt: Meine Sportkarriere hat beim LC Brühl St. Gallen begonnen. Jedoch nicht beim Handball, sondern beim LC Brühl Leichtathletik, wo ich meine ersten sportlichen Erfolge in den Disziplinen Speer und Stabhochsprung erringen konnte. Später wechselte ich zum LC Brühl Handball. Als athletisch gut austrainierte Linkshänderin erhielt ich früh die Chance in der Nationalliga A mitzuspielen und gewann mit meinem Team zwei Schweizer Meistertitel und drei Schweizer Cup Siege.

Was war die Motivation für den Weg ins Ausland?

K. W.: Nach fünf Jahren in der Nati-A und erfolgreich abgeschlossenem Studium im Bereich Marketing und Kommunikation kam das Angebot vom Bundesligisten Bayer Leverkusen zu einem idealen Zeitpunkt. Ich war neugierig auf die Bundesliga, motiviert, mich sportlich und auch persönlich weiterzuentwickeln. Zudem hatte ich den notwendigen Rückhalt aus meiner Familie und meinem Umfeld, das mich ermutigte, diesen Schritt zu wagen.

Welches waren die grössten sportlichen Erfolge im Laufe Ihrer Karriere?

K. W.: Neben den Schweizer Meistertiteln 2003 und 2007 und den Schweizer Cup-Siegen 2003, 2004 und 2006 waren dies der Vize-Meistertitel in Deutschland 2009 und die Teilnahme am Deutschen Pokal „Final Four“ 2013. Stolz bin ich auch auf die persönlichen Auszeichnungen wie der Award „Beste Schweizer Spielerin“ 2014, der Award „Beste Schweizer Spielerin“ 2016 und Schweizer Rekordnationalspielerin 2018.

Gibt es noch andere Sportarten, die Sie verfolgen?

K. W.: Ich bin sehr interessiert am Sport ganz allgemein. Das geht auch über die Region St. Gallen hinaus. Beruflich habe ich viel mit den Eishockeyanern des EV Zug zu tun. Natürlich fiebere ich mit Roger Federer mit, aber auch Beach Volleyball und Unihockey sehe ich gerne. Eigentlich kann ich mich für jeden Sport begeistern. Als Expertin beim Sportsender MySports von UPC darf ich regelmässig die spannendsten Handball Nationalliga A Spiele der Schweizer Männer Liga sowie der Champions League begleiten.

Sind Sie persönlich auch noch sportlich aktiv oder sind Sie durch Ihre Engagements als Unternehmerin und Politikerin vollständig absorbiert?

K. W.: Leider bleibt momentan viel zu wenig Zeit, um mich zu bewegen. Ich versuche jedoch, so viel wie möglich an die frische Luft zu kommen, zu joggen oder mit dem Bike unterwegs zu sein. Auch im Kraftraum trifft man mich regelmässig an. Wer sein Leben lang Sport gemacht hat, kann nicht einfach darauf verzichten.

09.09.2019 Sarganserländer

Bevölkerung miteinbeziehen

An einem Anlass der FDP in Flums haben sich die Nationalratskandidaten Karin Weigelt und Thomas Percy vorgestellt. Sie und zwei Fachleute sprachen über Innovationen in den Bereichen Wirtschaft und Klimaschutz.

von Leo Coray

Der Anlass der FDP des Kantons St. Gallen fand am Donnerstagabend in der Firma Flumroc in Flums statt. Als Einstieg ins Thema stellte Geschäftsführer Kurt Frei zunächst ein innovatives Projekt der in Wärmedämmung, Brand- und Schallschutz tätigen Flumroc vor. Wie er sagte, wurde vor vier Jahren das mittlerweile 36-jährige Bürogebäude vollständig saniert. Aussenwände und Fenster wurden nach der neuesten Technologie wärmegedämmt, auf dem Dach und der Fassade Solarmodule montiert und diverse energiesparende Massnahmen umgesetzt.

Koks ersetzen

Nach vier Jahren könne man von einem Vorzeigeobjekt sprechen, zeigte sich Frei zufrieden. Denn heute liefere das Gebäude 30 Prozent mehr Energie, als verbraucht werde. Wie er weiter sagte, will die Flumroc künftig Innovationen in der Fabrikation umsetzten. Insbesondere wird geprüft, wie der zum Schmelzen von Steinwolle bei 1500 Grad benötigte Koks durch klimafreundliche Energieträger ersetzt werden kann. Aus der Steinwolle entstehen die Wärmedämmplatten, deren Isolierwert laufend erhöht werden soll.

Der zweite Referent war Architekt Jörg Bachmann (Rorschacherberg), Projektleiter am Institut für Innovation, Design und Engineering und Dozent der Fachhochschule St. Gallen. Wie aufwendig die Entwicklung neuer Produkte ist, zeigte er an einem Beispiel: Aus 2000 Ideen entstünden 52 Produkte, wovon nur elf am Markt erfolgreich seien, so beispielsweise Fensterglas, das automatisch die Farbe wechselt und so Licht- und Temperatur steuert. 

Weitere Beispiele aus dem Energie- und Klimabereich seien durchsichtige Solarzellen und solche, die wie Farbe auf eine Wand aufgetragen werden können, oder Beton, der Strom speichern kann.

Gegen Klimahysterie

Am Podiumsgespräch nahmen neben den beiden Fachleuten auch die beiden jungen Kandidierenden der FDP für den Nationalrat teil: der 23-jährige Student Thomas Perky (St. Gallen), Bür- ger von Walenstadt-Berschis, der die Diskussion leitete, sowie die 35-jährige Kommunikationsunternehmerin Karin Weigelt (Sargans). Wie Percy einleitend sagte, unterstützt er Massnahmen zum Klimaschutz, wenn sie von der Bevölkerung akzeptiert werden, ökologisch wirksam und ökonomisch sinnvoll sind. Entschieden wandte er sich gegen die von Links-Grün verbreitete Klimahysterie und deren Tendenz, unter dem Deckmantel des Klimaschutzes Unternehmen totregulieren zu wollen.

Sinnlose Transporte

Auch Karin Weigelt plädierte dafür, bei Massnahmen zum Klimaschutz die Bevölkerung miteinzubeziehen, sie besser über das Energiesparen aufzuklären und die Selbstverantwortung zu stärken. «Die Abfalltrennung funktioniert in der Schweiz hervorragend», nannte sie als Beispiel, dass die Bevölkerung sinnvolle Massnahmen durchaus unterstützt. Nur wenn das nicht funktioniere, könnten Lenkungsabgaben wie CO2-Abgaben ins Auge gefasst werden und erst als letztes Mittel Verbote – «nicht als erstes, wie Links-Grün es will», betonte Weigelt. Verhaltensänderungen forderte sie auch vom Handel. So sei es unverständlich, dass Kartoffeln aus Deutschland mit Lastwagen viele hundert Kilometer nach Italien transportiert, dort gewaschen und verpackt und zum Verkauf wieder zurück nach Deutschland gefahren würden. Dasselbe geschehe auch mit Schweizer Milch.

Der Sonnenenergie attestierte sie dann grosses Potenzial, wenn die Möglichkeit zur Stromspeicherung entscheidend verbessert werde. Dafür brauche es Investitionen in die Forschung, was Aufgabe der Politik sei, aber auch, die Unternehmen nicht durch komplizierte Auflagen zu behindern. Aus dem Publikum wurde die Wirksamkeit von Lenkungsabgaben bezweifelt. Sie dienten nur dazu, die staatliche Administration aufzublähen, und das viele eingenommene Geld lande am falschen Ort, hiess es.

06.09.2019 Sarganserländer

Starke Wirtschaft ist die Basis für Wohlstand

Mit Karin Weigelt steigt eine junge Frau für die FDP in den Kampf um einen Nationalratssitz, die ihre politischen Schwerpunktthemen im gesellschaftlichen Wandel und der Digitalisierung sieht – und die eine starke Stimme für den Sport sein möchte.

mit Karin Weigelt sprach Reto Vincenz

Mit der 35­jährigen Karin Weigelt hat ein neues Ge­sicht die Politbühne be­treten. Während die frü­here Weltklasse­ Handbal­lerin und Schweizer Nationalspielerin bisher in erster Linie in der Sportwelt auf sich aufmerksam gemacht hat, strebt die ausgebildete PR-­Fachfrau und Marke­tingmanagerin nun den direkten Sprung nach Bundesbern an. Ausgangsort dafür bildet Sargans. Dort hat das FDP­-Mitglied in diesem Jahr Wohnsitz genommen und ihr eigenes Unternehmen «Spunky Spirit» gegründet. Dieses bietet Unter­stützung in Projekt-­ und Kommunika­tionsmanagement an.

Zu den wichtigsten Mandanten von «Spunky Spirit» gehört der Schweizeri­sche Handballverband. Für ihn treibt Weigelt die Handballakademie der Frau­en als Projektleiterin voran. Es ist das erste nationale Leistungszentrum für Schweizer Handballerinnen und startet im Sommer 2020 in Cham. Eingegliedert ist es in das disziplinenübergreifende Kompetenzzentrum für Weltklasse ­Athletik und Forschung OYM («On Your Marks»), hinter dem der VR­-Präsident des EV Zug, Hans­ Peter Strebel, steht.

Frau Weigelt, Sie wohnen seit einigen Monaten in Sargans. Wie gefällt Ihnen das Sarganserland?
KARIN WEIGELT: Ausgezeichnet, die Landschaft ist herrlich. Berge, See, Natur, es ist alles da. Auch mit vielen Menschen bin ich schon in Kontakt gekommen. Lei­der hatte ich aber noch zu wenig Zeit, um alles zu erkunden. Gerade das Biken kommt zu kurz im Moment.

Wenn Sie zu wenig Zeit fürs Biken haben: Was machen Sie stattdessen?
Arbeiten einerseits und andererseits ha­be ich im Hinblick auf die Nationalrats­wahlen vom 20. Oktober sehr viele Anlässe, an denen ich präsent bin. Der Sport kommt im Moment sicher zu kurz. Aber das lässt sich jetzt nicht ändern.

Sie haben die Politbühne im März dieses Jahres betreten und befinden sich seit einem halben Jahr im Wahlkampf. Immer noch motiviert?
In jedem Fall. Ich finde diesen Prozess ex­trem spannend, lerne viele Menschen kennen. Ich bin der Meinung, dass es gut läuft, weiss aber auch, dass das ein sehr subjektives Empfinden ist, weil einen eine Art Filterblase umgibt. Wir haben vorgängig einen Plan gemacht, wie der Wahlkampf ablaufen soll, und an diesen Plan halten wir uns.

Wo liegen Ihre politischen Schwerpunktthemen?
Im Fokus steht für mich der gesellschaft­liche Wandel, den wir nicht stoppen, aber auf den wir aktiv Einfluss nehmen können. Ähnlich ist es bei der Digitalisie­rung. Ich will diese Prozesse mitgestal­ten, da sie unsere Zukunft prägen wer­den. Grundsätzlich möchte ich die Schweiz weiterbringen. Während meiner elf Jahre im Ausland erlebte ich die Schweiz von aussen und habe Vorteile und Nachteile kennengelernt. In Norwe­gen beispielsweise sind die digitale Ge­sundheitsakte oder die E­ID (elektroni­sche Identifizierung) bereits Alltag. Kä­men diese Instrumente auch in der Schweiz zum Einsatz, liesse sich viel Geld sparen und bürokratische Leerläufe ver­hindern. Ganz wichtig ist mir schliess­lich auch der Sport, für den ich mich auch als Politikerin einsetze. Dem Sport kommt nicht nur gesundheitspolitisch grosse Bedeutung zu, sondern auch staatspolitisch. Denn die Sportvereine sind eine feste Basis für unser Milizsys­tem, sie fördern ein gesundes Leistungs­denken, Respekt und Teamgeist sowie die kulturelle Integration. Alles Werte, die für eine erfolgreiche Schweiz zentral sind. Als Nationalrätin würde ich daher sicher als starke Stimme für den Sport auftreten.

Sie nennen den gesellschaftlichen Wandel und die Digitalisierung als zwei Themen. Aber ist es nicht die Digitalisierung, die diesen gesellschaftlichen Wandel überhaupt auslöst bzw. bestimmt?
Ja, das ist genau die Herausforderung, dass hier gegenseitige Abhängigkeiten bestehen. Aber wir dürfen uns deshalb nicht einfach treiben lassen, sondern müssen Leitplanken und Wegweiser set­zen. Entscheidend ist, dass diese in Rich­tung Chancen und nicht Gefahren zei­gen. Persönlich setze ich mich dafür ein, dass liberale Werte den gesellschaftli­chen Wandel prägen.

Welche Werte sind Ihnen wichtig?
Selbstverantwortung und Eigeninitiative stehen für mich ganz vorne, denn der Bürger gehört nicht dem Staat, sondern der Staat gehört den Bürgern. Aus dieser liberalen Position setze ich mich gegen eine immer stärker wuchernde Büro­kratie und für mehr unternehmerische Freiheit ein. Denn erfolgreiches unter­ nehmerisches Handeln ist ein entschei­dender Erfolgsfaktor für den Standort Schweiz und die Basis für Innovation und Konkurrenzfähigkeit. All dieses Han­deln muss nachhaltig abgebildet wer­den, nicht nur in der Umweltpolitik, son­dern ebenso in der Finanz-­ und Steuer­politik, im Bildungswesen oder in der Verkehrs-­ und Energiepolitik.

Eine starke Wirtschaft liegt Ihnen speziell am Herzen…
Das ist zentral, ganz klar, denn davon profitieren wir alle. Ich kenne die Stim­men, die der FDP Wirtschaftslastigkeit vorwerfen. Aber wenn die Wirtschaft nicht funktioniert, dann haben wir auch kein Geld, etwa um Sozialleistungen aus­zuzahlen. Hier gehen die Themenfelder Hand in Hand. Eine starke Wirtschaft ist die Basis für unseren Wohlstand. Deswe­gen müssen wir ihr Sorge tragen.

Sie wollen die Digitalisierung vorantreiben – vielen Menschen macht sie Angst…
Ja, und deshalb müssen Plattformen auf­gebaut werden, die Vertrauen schaffen. Ein Beispiel dafür ist E­-Voting. Ich finde das eine wunderbare Lösung, aber es darf selbstverständlich keine Sicher­heitsbedenken geben.

Gehen wir davon aus, Sie werden in den Nationalrat gewählt – das Sarganserland sieht Sie dann als «seine» Nationalrätin an. Können Sie dem gerecht werden?
Selbstverständlich hat man zu seiner Heimat und seinem Wohnort eine spe­zielle Beziehung und kennt die aktuellen Probleme vor Ort. Ich würde also sicher für das Sarganserland und für den Kan­ton St.Gallen einstehen und entspre­chend Einfluss geltend machen. Etwa, wenn es darum geht, Projekte zu gewin­nen, die in der Region umgesetzt wer­den. Natürlich darf man dabei die Ge­samtsicht nicht ausser Acht lassen, da im Bundeshaus primär nationale Politik ge­macht wird.

Trotzdem: Verfolgen Sie das lokale politische Geschehen? Was sagen Sie beispielsweise zur Spitaldebatte
Selbstverständlich verfolge ich intensiv, was vor meiner Haustüre geschieht. Denn es sind die Themen, mit denen man im Gespräch mit den Menschen konfrontiert wird. Was die Spitäler im Kanton St.Gallen betrifft, habe ich eine klare Haltung: Wir müssen endlich eine kantonale Strategie festlegen, die über­ geordnete und regionale Interessen ver­bindet. Ich bin der Überzeugung, dass wir in allen Regionen eine funktionie­rende Notfallversorgung anbieten müs­sen. Darüber hinaus braucht es aber auch eine Zentralisierung bei der Spit­zenmedizin. Daran führt kein Weg vor­bei.

02.09.2019 Sarganserländer

Es braucht starke Frauen

Nationalratskandidatinnen stellen sich beim politischen Frauennetzwerk Sarganserland parteiübergreifend vor.

Sargans.– Das politische Frauennetz­ werk Sarganserland (PFS) lud acht Na­tionalratskandidatinnen aus dem Kan­ton St.Gallen, darunter Karin Weigelt (Sargans), auf Schloss Sargans ein. Dorthin, wo in der Vergangenheit im­mer wieder wichtige Weichenstellun­gen vorgenommen wurden. Edith Koh­ler, Vorstandmitglied PFS und Gemein­ derätin Pfäfers, führte erfrischend und wachsam durch die Vorstellungsrunde. Mit Trudy Cozzio (CVP), Claudia Friedl (SP), Barbara Gysi (SP), Luzia Krempl­ Gnädinger (CVP), Bea Schäfer (GLP), Ju­dith Scherzinger Gehrer (CVP), Susan­ne Vincenz­Stauffacher (FDP) und Ka­rin Weigelt (FDP) war ein breites politi­sches Spektrum abgedeckt. Die Kandi­datinnen stellten sich selbst und ihre politische Motivation dem interessier­ten Publikum vor.

Aus den vielfältigen und selbstbe­wussten Argumenten sprachen eine hohe Sachkompetenz, viel persönli­ches Engagement und die Bereitschaft, für anstehende Probleme Lösungen zu finden. Statt Parteiparolen wurden Per­sönlichkeiten, Lösungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven präsentiert.

Die Schweiz braucht starke Frauen

Der Frauenanteil der St.Galler Natio­nalratskandidierenden ist in diesem Jahr im Vergleich zu 2015 von 32,2 auf 32,9 Prozent gestiegen. Dies kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Frauenanliegen wie Gleichstellung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder die soziale Sicherheit noch keine Selbstverständlichkeit darstellen. Frau­enthemen bewegen und beschäftigen unsere Gesellschaft.

Die Kandidatinnen waren sich trotz vielfältiger Persönlichkeiten, trotz mehr oder weniger Erfahrung auf poli­tischem Terrain und nicht zuletzt trotz unterschiedlicher Parteien in vielerlei Hinsicht einig: Die Schweiz braucht starke Frauen, die sich für eine Politik der Nachhaltigkeit einsetzen, ohne (oft zu selbstkritisch) zu hinterfragen, ob sie dazu fähig sind, sondern es einfach tun. Es braucht Frauen, die sich vernet­zen und sich den Themen Umwelt, Bil­dung, Gesundheit, Digitalisierung, Ver­hältnis zu Europa und soziale Sicher­heit annehmen. Parteiunabhängig wurde aufgerufen, zusammenzuste­hen, sich einzubringen, aber auch, sich selbstbewusst vorne hinzustellen und «den Worten Taten folgen lassen». (pd)

28.08.2019 wil24.ch

Internationale Erfahrungen als Voraussetzung für politische Ämter?
Podium mit Bühler-CEO Stefan Scheiber

Die öffentliche Podiums-Reihe «Prominente Gäste – persönlich erleben» gastiert am Montag, 2. September2019, im Hotel Uzwil. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr und ist öffentlich und kostenlos. Alle sind herzlich eingeladen.

Unter der Gesprächsleitung von Dr. Sven Bradke, Geschäftsführer der Mediapolis AG für Wirtschaft und Kommunikation in St.Gallen, diskutieren Stefan Scheiber, CEO von Bühler Uzwil; Karin Weigelt, Unternehmerin aus Sargans und langjährige Profi-Handballerin in den Top-Ligen Europas, sowie Dr. Stefan Brupbacher, Direktor des Wirtschaftsverbandes Swissmem. Das Thema des Podiums nimmt die Frage auf, ob in der Politik vermehrt auch internationale Erfahrungen der Kandidatinnen und Kandidaten gefragt sein müssten. Denn auch in der schweizerischen Politik sind immer mehr politische Fragen und Herausforderungen direkt mit internationalen Rahmenbedingungen und Konsequenzen verknüpft.

Prominente Gäste – persönlich erleben

Die Veranstaltung in Uzwil vom Montag, 2. September 2019, findet im Hotel Uzwil in Uzwil statt. Türöffnung ist um 18:30 Uhr, das Podium beginnt um 19:00 Uhr. Die einstündige Diskussion wird live auf Facebook übertragen. Damit soll möglichst vielen Interessierten Gelegenheit geboten werden, Stefan Scheiber, Karin Weigelt und Stefan Brupbacher persönlich kennen zu lernen und Antworten auf eine zentrale Frage im politischen Selektionsprozess zu erhalten. Alle interessierten Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

23.08.2019 Die Ostschweiz

Alt Bundesrätin Elisabeth Kopp: Eine Politlegende mit vielen Anekdoten

Die frühere Bundesrätin Elisabeth Kopp war für ein Podiumsgespräch zu Gast in der Oberwaid in St.Gallen. Der Austausch mit ihr brachte auch viele Erlebnisse aus einer politisch bewegten Zeit der Schweiz in Erinnerung. Wir zeigen das Podium im Video.

Obwohl Elisabeth Kopp bereits 1984 als erste Bundesrätin der Schweiz vereidigt wurde, ist es bis heute immer noch keine Selbstverständlichkeit, dass Frauen in der Politik aktiv sind und Führungsfunktionen wahrnehmen. Welches sind die Gründe für diese schleppende Entwicklung, liegen die Ursachen bei den Frauen selbst oder hat die Frauenförderung in der Politik versagt? Diese und ähnliche Fragestellungen stehen im Mittelpunkt des Podiums unter dem Titel «Frauen in der Politik – warum keine Selbstverständlichkeit?» vom kommenden Donnerstag, 22. August, in der Oberwaid, St.Gallen.

«Frauen in der Politik: Warum keine Selbstverständlichkeit?»: Diese Frage wurde im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Prominente Gäste – persönlich erleben» im Zentrum. Neben alt Bundesrätin Elisabeth Kopp diskutierten die Wiler SP-Nationalrätin Barbara Gysi und die FDP-Nationalratskandidatin Karin Weigelt aus Sargans.

Das Ergebnis ist hier zu sehen

16.08.2019 Werdenberger & Obertoggenburger

Karin Weigelt will keine Quotenfrau sein

Quereinsteiger oder Profi? Das war die Frage am Podiumsgespräch der FDP im Hinblick auf die Nationalratswahlen.

BUCHS Beat Hirs, Gemeindepräsident von Rorschacherberg, und der Davoser Landammann Tarzisius Caviezel diskutierten mit FDP-Nationalratskandidatin Karin Weigelt aus Sargans in der Halle der Lubera Baumschule in Buchs über ihre Erfahrungen als politische Quereinsteiger. Die Moderation des Podiumsgesprächs führte Marcel Baumgartner, Chefredaktor «Die Ostschweiz». Das Gespräch wurde am Montagabend live auf Facebook ausgestrahlt und kann dort weiterhin verfolgt werden.

Tarzisius Caviezel wurde 2007 als Unternehmer – ohne politische Vorgeschichte – als Vertreter der FDP Kanton Graubünden in den Nationalrat gewählt. 2011 wurde er nicht mehr gewählt, zu Gunsten der SP-Frau Silva Semadeni. «Das war für mich eine schmerzhafte Erfahrung», gestand Caviezel, und fügte bei, dass er sich während der vier Jahre in Bern langweilte, weil alles so langsam vonstatten ging und die anstehenden Entscheide auf sich warten liessen. «Aus Sicht der Unternehmerschaft ist die Arbeit im Parlament gewöhnungsbedürftig», gab er offen zu. Seine Geduld habe Grenzen. «Ich bin nicht geeignet für das Parlament in Bern. Ich kann nicht jahrelang über ein Thema diskutieren, ohne zu einem Ziel zu kommen.» Zwei Jahre später, am 1. Januar 2013, schaffte Caviezel den Sprung in die Exekutive als Landammann in Davos. Dieses Amt bekleidet er heute noch mit Leib und Seele und mit grossem Engagement, wie er gegenüber dem Publikum versicherte.

Beat Hirs, Rorschacherberg, war vor der Wahl zum Gemeindepräsidenten ebenfalls in der Wirtschaft tätig und war damals politisch gesehen nicht wirklich aktiv. Er wagte dennoch den Schritt des Quereinsteigers, weg von der Privatwirtschaft hin zum Gemeindepräsidenten. In seinem Amt fühlt er sich wohl. Die Nähe zu den Bürgern ist ihm wichtig.

Zielgerichtet und selbstbewusst

Karin Weigelt stellte sich, als Nationalratskandidatin der FDP, in den Mittelpunkt des Gesprächs in Buchs. Auch sie ist eine Quereinsteigerin, aber politisch geprägt durch ihren Vater Peter Weigelt, der von 1995 bis 2006 FDP-Nationalrat war. Karin Weigelt ist 35 Jahre alt. Ihre Karriere hat sie im Sport als erfolgreiche Handballerin geschafft. Im Weiteren absolvierte sie die Ausbildung im Bereich Kommunikation und Werbung. Heute ist sie Unternehmerin und tätig als Beraterin ihrer Firma Spunky Spirit GmbH mit Sitz in Sargans. In der «grünen Halle» der Lubera trat Karin Weigelt am Montagabend zielgerichtet und selbstbewusst auf. Auf ihrer Tour durch den Kanton wird sie von ihrem Vater Peter Weigelt begleitet, so auch in Buchs. Er ist Berater für Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der Wirtschaft und für die FDP.

Karin Weigelt brachte ihre Argumente vor, warum sie sich als Quereinsteigerin für die Kandidatur die politische Legislative entschieden hat. Mit ihrem Auftreten hat sie das Publikum am Montagabend überzeugt. Sie ist sich sicher, dass sie mit dem Interesse für wirtschaftliche Belange Wirtschaft die FDP im Kanton St.Gallen in Bern gut vertreten könnte.

Zum Schluss wurde auch die Frauenquote thematisiert. Karin Weigelt will keine Quotenfrau sein. Sie will sich klar und deutlich für die Sache engagieren – mit oder ohne Frauen. (bey)

16.08.2019 Leader digital

Kopp spricht in St.Gallen

Altbundesrätin Elisabeth Kopp ist der prominente Gast der nächsten Veranstaltung der öffentlichen Podiums-Reihe «Prominente Gäste – persönlich erleben». Am Donnerstag, 22. August, gastiert die Veranstaltungsreihe in der Oberwaid St.Gallen. Wie immer ist der Anlass öffentlich und kostenlos. Das Podium wird ergänzt mit SP-Nationalrätin Barbara Gysi und Karin Weigelt, FDP-Nationalratskandidatin. Die Diskussion unter der Leitung von Fabienne Bünzli wird auch live auf Facebook übertragen.

Obwohl Elisabeth Kopp bereits 1984 als erste Bundesrätin der Schweiz vereidigt wurde, ist es bis heute immer noch keine Selbstverständlichkeit, dass Frauen in der Politik aktiv sind und Führungsfunktionen wahrnehmen. Welches sind die Gründe für diese schleppende Entwicklung, liegen die Ursachen bei den Frauen selbst oder hat die Frauenförderung in der Politik versagt? Diese und ähnliche Fragestellungen stehen im Mittelpunkt des Podiums unter dem Titel «Frauen in der Politik – warum keine Selbstverständlichkeit?» vom kommenden Donnerstag, 22. August, in der Oberwaid, St.Gallen.

Mit Altbundesrätin Elisabeth Kopp, Nationalrätin Barbara Gysi und Nationalratskandidatin Karin Weigelt, die über 10 Jahre im Ausland als Profi-Handballerin tägig war, präsentiert das Podium einen breiten Bogen. Denn nebst unterschiedlichen politischen Erfahrungen und Erwartungen bildet die Zusammensetzung auch drei Frauen-Generationen ab, die den gesellschaftlichen Wandel ganz unterschiedlich erfahren haben. Damit bietet das Podium eine spannende Ausgangslage für eine interessante Diskussion. Die Veranstaltung ist kostenfrei und jedermann ist herzlich eingeladen. Die rund einstündige Diskussion wird ab 19.00 Uhr auch live auf Facebook (@dieostschweiz) übertragen. Damit soll möglichst vielen Interessierten Gelegenheit geboten werden, Altbundesrätin Elisabeth Kopp, Nationalrätin Barbara Gysi und Nationalratskandidatin Karin Weigelt näher kennenzulernen. Die Veranstalter wollen mit ihrer Podiums-Reihe eine überparteiliche Plattform präsentieren und gleichzeitig Gelegenheit bieten, prominente Persönlichkeiten direkt kennenzulernen.

Öffentlicher Anlass, freier Eintritt
Donnerstag, 22. August 2019, 19.00 Uhr
Hotel / Klinik Oberwaid, St.Gallen

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