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Sportliche Gedanken zum 1. August

Fairness, Respekt, Durchhaltewille und Solidarität. Alles Begriffe, mit denen sich unsere Gesellschaft gerne identifiziert. Gerade in der Wirtschaft werden ein solides Selbstvertrauen und gesundes Konkurrenzdenken als Basis für erfolgreiche Karrieren gesehen. Doch wie entstehen diese Attribute und wie können sie aktiv gefördert werden?

Sportvereine – tragende Stütze im gesellschaftlichen Wandel

Eine Schlüsselrolle spielen dabei die rund 20‘000 Sportvereine in der Schweiz, die Jugendlichen den Weg in den Sport ebnen, Wettkämpfe organisieren und Erfolgserlebnisse ermöglichen. Gesunder Konkurrenzkampf wird erlernt, Selbstvertrauen aufgebaut und damit eigenständige Persönlichkeiten geformt. Um dies zu ermöglichen, werden jährlich schweizweit über 70 Millionen Arbeitsstunden ehrenamtlich für den Sport eingesetzt.

Nirgendwo sonst kommt ein so starkes Wir-Gefühl auf wie beim gemeinsamen mitfiebern für eine Sportlerin oder beim Bejubeln einer gemeinsam unterstützten Mannschaft. Solche Erlebnisse schweissen eine Gesellschaft zusammen und schaffen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Der Sport als Lebensschule ist für unsere Gesellschaft wichtiger denn je!

Basis für Toleranz und Solidarität

Gemeinschaften, die zusammen Erfolgserlebnisse erfahren, sind toleranter. Denn sie sind bereit, wenn nötig Zugeständnisse zu machen und aufeinander zuzugehen. Gesellschaften, die sich mehr auf Gemeinsamkeiten konzentrieren als auf Unterschiede verhalten sich auch solidarischer. Damit kommt dem Sport auch staatpolitisch eine bedeutende Rolle zu, braucht die kulturell, sprachlich und regional so unterschiedliche Schweiz doch ein auf Toleranz und Solidarität gründendes Fundament. Nur so kann der gesellschaftliche Wandel erfolgreich bewältigt werden. Die Sportvereine tragen dazu entscheidend bei und verdienen daher eine breite Anerkennung und Förderung.

Karin Weigelt, Sargans

ehemalige Profi-Handballerin und heutige Unternehmerin

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